Dürer + ich - Besenzeichnung, 2017

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Graphitstaub auf Papier (mit Handfeger aufgetragen)

100 x 100 cm

 

Was passiert, wenn zeitgenössische Künstler sich mit Dürers Arbeiten auseinandersetzen? Welche Themen und Techniken interessieren sie an seinem Werk? Wie aktuell ist Dürer?

 

In dem Zeitraum vom 1.6. bis 9.7.2017 hatten insgesamt 12 jurierte Künstler aus Leipzig, Berlin, Bremen, Melle und Osnabrück die Möglichkeit, sich im sogenannten Dürer-Labor des Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtlichen Museums Osnabrück, also vor Ort, mit den im Besitz des Museums befindlichen originalen Meisterwerken von Dürer auseinander zu setzen. Alle Grafiken der Osnabrücker Sammlung – sonst nichtöffentlich im Depot verwahrt – waren den beteiligten Künstlern in dem genannten Zeitraum zugänglich. Deren Ziel war es, im Dialog mit Dürers Grafiken neue Arbeiten zu entwickeln.

 

"Das Ergebnis des „Dürer-Labors“ sind 12 sehr individuelle Zugänge zur Dürer -Sammlung des Osnabrücker Museumsquartier. In ihrer thematischen aber auch formalen Breite – von Malerei und Zeichnung über Kupferstich, Fotografie, Installation bis hin zu Performance – belegen die neuen Arbeiten zum alten Künstler, wie sehr Dürers Werke uns heute noch faszinieren können.“ (Zitat aus der Einladung zur Eröffnung)

 

"Im Laufe meiner Arbeit im Rahmen dieses Projektes hat sich meine Faszination von der lebendigen Körperlichkeit vor allem in den Kupferstichen von Dürer immer stärker manifestiert. Meines Erachtens nach drängt bei Dürer jedes auf den ersten Blick noch so unscheinbare Detail nach vorne und wird in den Augen des Betrachters lebendig. Meine Absicht war es, diese lebendige Körperlichkeit, die ich u.a. auch in der Darstellung der Kissen und des Kürbis in der Grafik 'Der heilige Hieronymus im Gehäus' empfunden habe, in meinen Arbeiten zum Ausdruck zu bringen. Der in den feinen Linien des Kupferstichs enthaltene Schwung wurde hier mit dem Handfeger nachempfunden."

(Christine Wamhof)